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Tagsatzung

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Die Tagsatzung der Alten Eidgenossenschaft und bis 1848 der Schweizer Kantone: eine Versammlung kantonaler Gesandter, die an Weisungen ihrer Regierungen gebunden waren.

Ausführlicher

Die Tagsatzung entwickelte sich im 15. Jahrhundert zum gemeinsamen Forum der Kantone. Sie trat mehrmals jährlich in wechselnden Städten zusammen, verwaltete gemeinsam regierte Gebiete, empfing ausländische Gesandte und vermittelte bei Streitigkeiten. Gesandte konnten ihre Kantone nicht über ihre Weisungen hinaus verpflichten, und Mehrheitsbeschlüsse waren für die Kantone in Angelegenheiten ihrer eigenen Souveränität nicht bindend. Nach der Reformation hielten katholische und protestantische Kantone zudem getrennte Tagsatzungen ab. Die Bundesverfassung von 1848 ersetzte die Tagsatzung durch die Bundesversammlung.