Die Studie. Von Juni 2021 bis Mai 2024 erhielten 122 zufällig ausgewählte Personen bedingungslos 1.200 Euro im Monat; die Analyse stützt sich auf 107 Empfängerinnen und Empfänger sowie 1.580 Vergleichspersonen. Die Teilnehmenden waren Ein-Personen-Haushalte im Alter von 21–40 Jahren mit Nettoeinkommen von 1.100–2.600 Euro. Die Pilotstudie wurde vom Verein Mein Grundeinkommen gestartet; das DIW Berlin und Partnerinstitute führten die Evaluation durch, die sie als unabhängig vom Verein beschreiben.
Ergebnisse. Die Empfänger sparten etwa ein Drittel der Zahlungen und gaben fast 8 % für wohltätige Zwecke oder für Familie und Freunde aus. Sie verließen weder den Arbeitsmarkt noch reduzierten sie ihre Arbeitszeit signifikant. Die Lebenszufriedenheit lag um 0,42 Standardabweichungen höher und die psychische Gesundheit um etwa 0,30 höher als in der Vergleichsgruppe, bei stabilen Effekten.
Grenzen. Die Stichprobe ist klein, selektiv und zeitlich begrenzt; sie sagt daher wenig über ein dauerhaftes universelles System oder gesamtwirtschaftliche Effekte aus.
Originalquelle: DIW Wochenbericht 15/2025, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)